iceland 2018 travel recap

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22.04.2018



Yes, we feel it! Ich glaube ich liege absolut richtig, wenn ich sage, dass in Island wirklich alles anders ist. Angefangen bei der Mentalität der Menschen bis hin zu der isländischen Architektur, den Supermärkten und natürlich der vorherrschenden Landschaft. In Island spürt man, dass die Natur die Insel beherrscht und der Mensch als Gast geduldet wird. Und diese Natur besitzt Kräfte, die wir bisher nicht einmal annährend kannten.

 

Begrüßt wurden wir mit einem großen Paukenschlag eindeutig vom Gott des Windes, der am dritt-windigsten Ort der Erde nicht sonderlich gut gelaunt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes aufgebracht war, mitunter sogar etwas cholerisch erschien und wie das Kind mit dem Brennglas großen Spaß daran hatte, unser Flugzeug ebenso wie unsere Mägen ordentlich durchzuschütteln. Doch damit nicht genug, konnten selbst die Rolltreppen zum Verlassen des Flugzeugs aufgrund des auch für isländische Verhältnisse extremen Windes (so sagte man uns später) annährend fast 2 Stunden nicht angebracht werden....Folge: Wir saßen fest!

 

Endlich im Flybus, dem Inselshuttleservice-Unternehmen angekommen, wollten wir uns aufgrund der noch immer extrem angespannten Wetterlage und des Mixes aus Orkan und Regen eher wie Michael Jackson in Earth Song zwischen zwei Bäumen festhalten. Den Busfahrer hingegen schien die Wetterlage dagegen weniger zu stören (und das obwohl mittlerweile kein Flug mehr nach Island rein oder raus ging), so dass er uns mit dauerhaft eingeschlagenem Lenkrad entweder nach links oder rechts annähernd in Lichtgeschwindigkeit nach Reykjavík fuhr-Angekommen-Puh!

 

The next day...und ganz im isländischen Stil - kein Wind, dafür Sonne. Nach einem entspannten Ausflug nach Reykjavík, einem Besuch der Halgrimskirkja, unserer großen Bewunderung für die gemütlichen isländischen Häuser und die großen Preise überall, machten wir uns gegen Spätnachmittag auf die Reise in das Fontana Spa in Laugavatn. Bei Minus 3 Grad Außentemperatur und Kälteschock beim Verlassen des Umkleideraums war die warme Quelle natürlich ein willkommendes Erlebnis. Absoluter Entspannungsmodus - jedoch fühlt man sich nach einer Stunde wie ein gekochtes Ei mit Härtegrad, allerdings mit der nötigen Bettschwere. Wäre da nicht die Reiseleitung gewesen, die bei komplett wolkenverhangenem Himmel ohne High clouds nach Stunden immer noch die Hoffnung auf die Northern Lights hegte und nicht aufgab. Und als wäre das alles noch nicht genug gewesen, wurde die Wartezeit mit Tierstimmenimmitationen gefüllt und das ein oder andere Gespräch mit dem Artic Fox geführt. Halb zwei...Gute Nacht.

 

Wir beschlossen Island selbst zu erschließen, mieteten uns für die restliche Zeit einen Mietwagen und machten uns sofort los. War ohnehin unser Plan - und wir beide gemeinsam noch ein zwei Tage zusammen mit anderen Touris - Ehm nee. Der Weg ist das Ziel - mit diesem Leitspruch erreichten wir wohl an den folgenden Tagen selbiges und das nächsthöhere Level - knapp 1000 km pro Tag lagen vor uns, unsere Motivation war hoch und wir konnten noch nicht annähernd absehen mit welchen Eindrücken wir beschenkt werden würden. 

 

Wir fuhren zum Golden Circle und vielen anderen Hauptattraktionen, dem Phingvellir Nationalpark, der mitunter als Drehort für Game of Thrones diente, dem Gulfoss und Strokkur, wo wir sofort einen kleinen Vorgeschmack auf Islands Natur bekamen, fuhren weiter zu den Elfen oder auch hidden people und danach weiter nach Reykjanes Peninsula. Absolut beeindruckend, insbesondere wenn man sich bewusst macht, wie viel Lava aus einem Vulkan herauskommt.

 

Ein absolutes „Muss“ war für uns dann auch der Besuch des Geothermalgebiets Gunnuhver sowie die Drehorte aus dem Sigur Rós – Glósóli Video samt Felsenaufstieg (eigentlich an der Strelle verboten), die Brücke zwischen den Kontinenten und der sehr teuren, aber durchaus beindruckenden Blauen Lagune. Befremdlich fanden wir jedoch die Menschenmassen und Touri-Schlangen vor dem Bad- fast wie zu Hause vorm Berghain - und mitsamt Securitypersonal im gesamten Schwimmbadbereich - Zum Entspannen würde ich mich daher immer für eine alternativ warme und weniger touristisch gehypte Quelle entscheiden.

 

Weiter ging es -vorbei an beeindruckenden Wasserfällen, wie dem Seljalandsfoss und Skogafoss, der Fjadrargljufur -Schlucht, dem schwarzen Strand bei Vik und seinen versteinerten Trollen, diversen Geothermalgebiete bis hinauf zum Gletschersee Jökulsárlón. Unfassbar....dass in Island Feuer und Eis tatsächlich so dicht bei einander liegen. und wieviele tausende Kilometer Road Trip wir an den Tagen hinter uns brachten.

 

Abschließend unser drei wichtigsten Tipps für Island: Tipp 1: Mietwagen buchen - nur so lernt ihr Island wirklich kennen. Tipp 2: Zeit mitbringen und nehmen - Island ist kein Ort der Hektik, gefühlt ticken die Uhren dort deutlich langsamer, außer bei den Busfahrern, die haben das Ferrarizeichen in den Augen und auf dem Tacho. Zudem gibt es neben den vielen „Hauptattraktionen“ fernab der Straßen dermaßen viel zu sehen und zu entdecken, dass sich die Entschleunigung wirklich lohnt und man mit unglaublich faszinierenden Eindrücken belohnt wird. Tipp 3: Unbedingt unser in den nächsten Tagen auf unserem Youtube-Kanal erscheinendes Video zu unserem Roadtrip mit allen Highlights anschauen- Es lohnt sich!!!

 

Nachtrag: Wir haben keine bunten Schafe gesehen, definitiv habe ich zu viel Draumur gegessen und wir haben kein Elfendiplom mit nach Hause gebracht, da die Schule geschlossen war und wir sowieso eigentlich viel zu wenig Zeit hatten..... beim nächsten Mal dann!

 

 

 

   OUR STYLE . OUR ATTITUDE .

von Franzi/Category: TRAVEL