Streetart berlin favourites

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15.10.2018

enthält *Werbung* durch Markennennung und/oder Ortsnennung

Berlin hat in Sachen Streetart dermaßen viel zu bieten, dass man problemlos ein ganzes Wochenende damit verbringen kann, die von der Touri-Buslinie 100 aus gut sichtbaren Standard-Sehenswürdigkeiten hinter sich zu lassen und sich in die Szeneviertel Berlins und deren Plätze in Kreuzberg und Mitte zu begeben,in deren Hinterhöfen, Mauern und Häuserfassaden sich internationale Künstler wie Ash, Banksy, ROA oder Blu mit ihren Kunstwerken in oftmals maximalen Ausmaßen völlig legal per Auftrag und gegen Bezahlung in der coolsten Hauptstadt der Welt verewigt haben.

 

Neben dem weltweit bekannten „Bruderkuss“ zwischen Breschnew und Honecker vom Moskauer Maler Dimitri Vrubel direkt an der East Side Gallery zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke gibt es hier noch vier weitere meiner persönlichen, absoluten Lieblings-Streetart-Kunstwerke, die ihr euch bei eurem nächsten Berlinaufenthalt auf keinen Fall entgehen lassen solltet:

 

 

Astronaut Kosmonaut

 

Astronaut Kosmonaut von Victor Ash/ 2007 erinnert an den Kalten Krieg und das Wettrüsten der USA mi der damaligen Sowjetunion, welches nicht nur in Bezug auf Waffen, sondern eben auch in der Raumfahrttechnik stattfand. Die Amerikaner wählten das Wort Astronaut, die Sowjetunion entschied sich für Kosmonaut als Bezeichnung für ihren Weltraumfahrer. Ash wählte als Titel für seinen Protagonisten auf dem Wandbild absichtlich beide Namen. Das Mural befindet sich zwischen den U-Bahn-Stationen Kottbusser Tor und Görlitzer Bahnhof in Kreuzberg.

 

Nature Morte

 

Nature Morte stammt von dem Streetart-Künstler ROA /2011. Das Mural zeigt tote, vom Dach herabhängende Tiere, wobei die zum Teil verletzten und blutigen Kadaver von Wildtieren ein Markenzeichen des Künstlers darstellen. Das Mural Nature Morte befindet sich an der Wand der Hausnummer 2 in der Oranienstraße Ecke Manteuffelstraße. 

 

The Pink Man

 

Nicht weit entfernt von Ashs Mural kann man hinter der Kreuzberger Oberbaumbrücke ein Kunstwerk des italienischen Streetart- und Videokünstler Blu , ebenfalls aus dem Jahre 2007 ,bewundern. Das Wandbild The Pink Man zeigt auf den ersten Blick zunächst einen fleischfarbenen Riesen – der - geht man näher heran, aus Hunderten kleiner, nackter und pinkfarbener, vor Schrecken und Angst gezeichneten Menschen besteht, die sich aneinander klammern und übereinander hinwegklettern. Der Riese droht das einzige weiße Menschlein zu verschlingen und den ihn formenden pinkfarbenen Figuren zuzufügen. Blus Pink Man wird häufig als Sinnbild für den Faschismus interpretiert.

 


Der Weltbaum

 

Der Weltbaum von Ben Wagin /1975 an der Brandmauer des Hauses Siegmunds Hof 21 an der Ecke zur Bachstraße ist das älteste Streetart-Kunstwerk Berlins. Der Weltbaum mit dem Namenszusatz "Grün ist Leben" verdeutlicht seinen Betrachtern den Erhalt und die Bedeutsamkeit der Natur gegenüber einer stetig zunehmenden Technisierung der Welt. Passender kann das aktuelle von mir aufgenommene Bild daher nicht sein, zeigt es doch die einen Neubau hochziehenden und den Weltbaum allmählich verdrängenden Gerüste. Die gute Nachricht: Junge Streetart-Künstler haben bereits begonnen, den Weltbaum auf einer von der gemeinnützigen GSE (Gesellschaft für StadtEntwicklung) zur Verfügung gestellten Hausfassade an der Lehrter Straße 27–30 in Moabit neu aufzumalen. 

 

-Astronaut/Kosmonaut-

-Nature Morte-


-The Pink Man-

-Weltbaum-


 

         OUR STYLE . OUR ATTITUDE .

  von Matthis/Category: LIFESTYLE