8/18-August: so war der monat

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02.09.2018

Nach einigen längentechnisch ausufernden Monatsberichten habe ich mir für diesen Monat vorgenommen, mich kürzer zu fassen, es wenigstens zu versuchen, so wie ich es meinen Schülerinnnen und Schülern in der Schule auch so oft sage, eben weil ihre Texte sich am Ende einer Unterrichtsstunde zum selben Thema zwischen einer halben Seite und 2 ½ Seiten einpendeln. Heterogenität nennt man das und diesen Begriff lernt man spätestens theoretisch gleich zu Beginn seines Referendariats zum Zweiten Staatsexamen oder eben praktisch und alleine auf sich gestellt vor einer Klasse stehend, kennen. Die Heterogenität im Klassenzimmer in den Griff zu bekommen ist das Eine, die eigene Heterogenität zu bändigen das Andere und weitaus Schwierigere. Also einfach weiter schreiben, nur eben kürzer.

 

Die Hitze im August war noch immer brutal und ich morgens gelegentlich komplett durchgeschwitzt. Dann wurde es nachts langsam etwas kühler, dann wieder heißer, dann mal so mittelmäßig warm, was mich dazu veranlasste drei unterschiedliche Bettdeckentypen zu preparieren, um dem Hitze-Wahnsinn so bestmöglich gewinnbringend die Stirn zu bieten – einerseits mit einer etwas dickeren Decke, dann einer ultra-dünnen und letztlich nur noch dem Laken der ultra-dünnen. Und na klar, gerade als ich irgendwann nachts ins Laken gehüllt schlief, brach ein Gewitter mit viel Krach und aus Eimern schüttendem Regen los, ich wachte auf und wünschte mir TED neben mich, um gemeinsam den Gewitter -Song zu schmettern und laut die Zeilen : „Fick dich Donner, leck mich doch am Sack“ – zu grölen. Nun gut, TED kam nicht und das Gewitter ging von selbst wieder irgendwann und ich wachte am Morgen dann in Decke Nummer Zwei auf. Fertig und los Richtung Schule im heißesten Spätsommer ever.

 

Zum Ende des Spätsommers und dem frisch beginnenden neuen Schuljahr hatte es mich dann auch noch völlig unerwartet und überraschend anderweitig, ebenfalls die Schule entfernt betreffend erwischt. Meine alte Uhr hatte sich und mich komplett aufgegeben. Kein Tick Tack mehr, was für mich, der ja nicht nur über coole fashion, travel und lifestyle-Themen und Produkte bloggt, sondern Kindern mittleren und höheren Alters unter anderem auch noch Englisch im 45/90-Minutentakt beibringt, extrem ungünstig war. Mein linker Arm fühlte sich nackt an und ich mich aktuell wie in der Geschichte über eine ehemalige, noch vor meiner aktiven Zeit als Lehrer unterrichtende und von den Schülerinnen und Schülern immer aufs Korn genommene Kollegin, die auch gelegentlich ohne Uhr den Unterricht besuchte und sich dann immer auf die im Klassenzimmer hängende Uhr verließ, was zur Folge hatte, dass ihre Unterrichtsstunden immer 15 Minuten kürzer waren als gewöhnlich, was ihr nicht auffiel und ja auch irgendwie eine Win/Win Situation für beide Parteien war. Nun ja, da es mittlerweile zentrale Abschlussarbeiten gibt und ich mich eben nicht auf die flexible Klassenzimmeruhr verlassen kann, musste eine neue Uhr her. Ich entschied mich für eine limitierte Fashion-Uhr von OW WEITZMANN und war froh über den nun nicht mehr nackten Arm und das wieder erlangte Zeitgefühl. Den vollständigen Artikel zur Uhr findet ihr zum Nachlesen hier.

 

Rückblickend waren Franzi und ich die gesamten Sommerferien diesmal vermehrt außerhalb von Berlin unterwegs, hatten dort viel zu tun und so schafften wir es gerde einmal ganze zwei Tage zurück in die coolste Stadt der Welt. Wir schauten in unserer Berliner Wohnung nach dem rechten, besuchten die ein oder andere Berlin-Mitte Bar, trafen uns mit Freunden und Kooperationspartnern und fuhren zurück nach Kassel, um neue Instagramfotos zu schießen. Als wir am Hauptbahnhof ausstiegen, kamen uns dann schon viele bunt gekleidete Mädchen und Jungen lautstark entgegen und schnell wurde klar, dass Fotos am Himmelsstürmer wohl heute nichts wurden,eben weil die Teilnehmer/innen des Christopher-Street Days in Kassel heute den Himmel stürmten. Genau so klar wurde mir aber auch mal wieder, dass der von heute in der Vergangenheit aus gesehene noch 2 Wochen in der Zukunft stattfindende Zug der Liebe Ende August in Berlin zwar cool ist, grundsätzlich aber die Love Parade wieder reanimiert und zurück nach Berlin – und nur nach Berlin- gehört. Punkt. Und so zog es uns bei all dem Trubel zurück zu den Gleisen des Hauptbahnhofs vor den sich ehemals dort befindlichen, äußerst sympathischen Club Unten, vor dessen ehemaligen Standort und Eingang ein roter Oldschool Zug geparkt hatte, abgestellt auf einer Art Hospiz-Gleis. Heißt – er stand dort und wartete auf sein endgültiges Ausrangieren und eine Beerdigng aus Blech, Alu und Metall.

 

Am Wochenende davor oder noch eins zuvor, so genau erinnere ich mich nicht mehr, verpassten wir aus irgendeinem wohl wichtigen Grund oder Termin außerdem das Sommernachts-Open-Air in der Orangerie Kassel, das sich in seiner Gesamtheit und Durchführung offensichtlich ebenfalls der Hitze und Trockenheit beugen musste. Und so wurde das Feuerwerk aus nachvollziehbaren Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt, was mich subjektiv etwas erleichterter nicht an der Veranstaltung teilnehmen lies – denn mal ganz ehrlich: das Sommernachts-Open-Air ohne Feuerwerk ist wie ein i ohne i-Punkt oder eine Tour der Smashing Pumpkins ohne Originalbesetzung. Ich stehe da als bekennender Noch-nie-Feuerwerk-zu Silvester-Käufer tatsächlich auf dem Standpunkt, dass es beim Sommernachts-Open-Air zum Ende hin auch knallen muss,also genau dann wenn das Star Wars Theme gespielt wird. Sonst fehlt mir irgendwas.

 

Ende August waren Franzi und ich dann noch zur Einweihung des neuen und riesigen Außenreitplatzes von Franzis Reitstall eingeladen und ich war beeindruckt von der Größe des Platzes oder auch des größten Sandkastens der Welt. Alle waren gekommen, es gab leckeres Essen, Getränke, ein großes Beachvolleyballfeld mit Pool und einen Bagger, der immer noch dort rum stand und den Platz bei zunehmender Dunkelheit beleuchtete. Und so wurde an diesem Abend auch nicht wie gewohnt geritten, sondern gefeiert und – genau- Beachvolleyball gespielt, was ich zuletzt irgendwann wohl zu Abi-Zeiten spielte und Volleyball im Gegensatz zu Franzi noch nie wirklich meins war. Franzi war mit ihren Skills übrigens im anderen Team und versenkte bei mir gleich mal einen Punkt, was ich später durch ein, zwei gute Aufschläge von unten aber wieder gut machen konnte. Das Ganze ging auch für Franzis Team so lange gut, bis der Erste in Franzis Team einen schlimmen Fehler machte, vom Team daraufhin gejagt und im Pool versenkt wurde und folglich das Beachvolleyball-Spiel zunehmend zur Beach-Party wurde. Kurz vor unserer Abfahrt schauten Franzi und ich uns dann noch einmal im Dunkeln Franzis Pferde an, die die laute Musik und Party offensichtlich nicht störte, verabschiedeten uns und fuhren nach Hause - schließlich wollte Franzi am anderen Morgen schon wieder sehr früh auf einem der Pferderücken sitzen.

 

 

  OUR STYLE .OUR ATTITUDE .

 von Matthis/Category: SO WAR DER MONAT